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Katharsis5

Latest Activity: Played Pandemic 2 (Apr 12, 2014 8:16pm)

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1. Mal geninjat: Maderyx am 08.07.2009

Anekdote III:

Lehnswesen

Die folgende Geschichte berichtet von Miriam.
Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt Miriam auf den Hängen einer Bergkette, als Voyeur aus der Ferne, der mit seinem scharfen Augen das Leben unter sich verwaltet.
Ihre routinierte Lebensweise wurde noch nie erschüttert und Probleme reichten selten bis an ihren Hang heran, und wenn, dann gab es immer noch einen Höheren.
Was Miriam nicht weiß, ist, dass sich ihr Leben bisher in 5 Zeilen recht ausführlich beschreiben ließ, doch da auch dem Autor klar ist, dass das zu wenig ist, fing es in diesem Winter viel zu früh an, zu schneien. Ihre Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit waren freilich noch nicht abgeschlossen und Nahrung war in ihrem gewohnten Umfeld nicht mehr zu besorgen. Es folgte der unweigerliche Abstieg, doch das Glück blieb ihr auch dort verwehrt. Fast alles war schneebedeckt, die vereinzelten freien Flächen abgeerntet von den gierigen Wesen des niederen Standes. Sie war des Suchens müde und Aggression machte sich breit. Der Wunsch, den anderen ihre Egomanie ins Gesicht zu klatschen keimte in ihr auf, wuchs und wuchs und schon stand sie vor einem dieser Wesen, das ehrfürchtig angsterfüllt zu Miriam hinaufschaute. Ihre Verwirrtheit wusste Miriam gekonnt mit Wut zu überspielen und eine Hatz bis zur Behausung des Opfers später wusste dieses auch, dass man Wut am besten mit Futter beikommt. Das Prinzip funktionierte nicht nur bei Opfer 1, es fürchteten sich viel mehr alle, denen Miriam einen Besuch abstattete.
Sie wiederum fühlte sich wunderbar, denn schon nach wenigen Tagen hatte sie genug gesammelt, um mehr als einen Winter zu überstehen.

Das Nahrungsopfer, dass die ängstlichen Wesen aber brachten, kostete vielen das Leben. Sie waren seit jeher friedfertig und meist zu klein oder zu verängstigt um Widerstand auch nur in Erwägung zu ziehen. So arbeiteten sie das Jahr über zusammen. Die schnellsten von ihnen suchten in weiter Ferne nach Nahrung, die Flugbegabten erforschten sogar ferne Länder, derweil sammelte der Rest alles in Näherer Umgebung ab, was sich als nicht Niet- und Nagelfest erwies.

Doch zurück zu Miriam. Sie plagten keine Sorgen mehr, Arbeiten war nun mehr als je zuvor ihrem freien Willen untergeordnet und sie konnte sich alle Zeit nehmen, das Wuseln unter sich zu dokumentieren. Eine Lehre konnte sie jedoch bis heute nicht aus dieser Geschichte ziehen.

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